18 Mai 2014 - 05:06
Iran kritisiert Maßnahme des argentinischen Gerichts

Die Sprecherin des iranischen Außenministeriums hat die Maßnahme des argentinischen Bundesgerichts kritisiert, dieses Gericht hat die Kooperationsvereinbarung zwischen Iran und Argentinien angesichts der AMIA-Bombenexplosion für ungültig erklärt.

Marzieh Afkham kritisierte die Entscheidung des argentinischen Bundesgerichts und sagte: „Diese Kooperationsvereinbarung hätte beiden Staaten die Gelegenheit für die Wahrheitsfindung über die AMIA-Katastrophe gegeben.“ Sie fuhr fort: „Die Regierungen beider Länder unterzeichneten am 27. Januar 2013 eine Kooperationsvereinbarung; Irans Regierung hat bei mehreren Verhandlungen deren Willen zur Zusammenarbeit mit Argentinien in diesem Zusammenhang gezeigt.“ Nach einer Klage der israelischen Lobby gegen die argentinische Regierung wegen der Vereinbarung mit Iran wurde diese vom argentinischen Bundesgericht für ungültig und verfassungswidrig erklärt. Beim Bombenanschlag auf das Judenzentrum AMIA in Buenos Aires im Jahre 1994 wurden 85 Menschen getötet und 300 weitere verletzt. Nach diesem Anschlag hat die argentinische Regierung unter dem schweren politischen Druck der USA und des israelischen Regimes den Iran dafür verantwortlich gemacht. Die Islamische Republik Iran hat diesen Vorwurf immer entschieden zurückgewiesen.